3 Touren

In Lubmin und Umgebung kann man viel unternehmen – hier drei Tipps:

1. Strandwanderung zum sagenumwobenen Teufelsstein

Der Teufelsstein ist ein riesiger Findling aus der Eiszeit, der wenige Meter vor dem Strand im Wasser liegt. Bei niedrigem Wasserstand kann man ihn auch trockenen Fußes erreichen. Meistens aber nicht. Bis zum Teufelsstein braucht es keine halbe Stunde Strandwanderung ab Seebrücke Richtung Westen (Greifswald). Das Naturdenkmal liegt jenseits der gestalteten Stranddünen an einem naturbelassenen Uferabschnitt, wo man gut sehen kann, dass sich Winterstürme und Hochwasser immer wieder mal Teile der Uferböschung holen.

Wellen umspülen den Teufelsstein

Etliche Findlinge liegen hier am Strand. Der größte ist aber zweifellos der Teufelsstein, der einer beliebten Sage nach vom Teufel höchstpersönlich hierher geschleudert wurde. Per Fußtritt, denn die Vertiefung seines Fuß-(oder Huf-) Abdrucks ist bis heute an der Oberseite des Steins deutlich zu erkennen. Grund für die sportliche Betätigung des Teufels war übrigens der Bau der Kirche im Nachbarort Wusterhusen (landeinwärts) mit einem bis heute weithin sichtbaren Kirchturm. Auf Rügen stehend, gefiel dem Teufel der Bau so gar nicht und er begann mit dem Steintreten. Während er sich beim Lubminer Stein noch mit der Entfernung verschätzte, schrammte ein zweiter Stein nur haarscharf am Kirchturm vorbei. Auf dem Feld bei Wusterhusen ist er niedergegangen. Woher man das weiß? Wer genau hin schaut, kann erkennen: Der Kirchturm von Wusterhusen ist bis heute etwas schief – und das kann ja nur Teufelswerk sein 😉

2. Fahrradtour zum Freester Fischerhafen

Wer etwas mehr Aktivität im Urlaub mag, kann eine schöne Radtour mit einem leckeren Fisch-Essen verbinden. Der Fischerhafen von Freest ist ganz bestimmt einer der idyllischsten an der gesamten Ostseeküste. Der Ort liegt an der Peenemündung gegenüber vom berühmten Peenemünde auf Usedom (es gibt eine Personenfähre hinüber, die auch Radfahrer mitnimmt) und ist etwa 10 Kilometer in östlicher Richtung von Lubmin entfernt. Man muss einfach nur der Ausschilderung Ostsee-Radweg folgen.

Vorbei geht es übrigens am stillgelegten Kernkraftwerk von Lubmin. Ein Stop im Infocenter und – bei etwas Zeit – eine Besichtigung von Block 6 lohnen. Genauso wie ein Abstecher in das kleine Dörfchen Spandowerhagen, das als nächstes auf dem Weg folgt und wo es eine Fischräucherei und eine Kanu-Station als Ausgangspunkt für Paddel-Ausflüge auf der Peene gibt.

Freester Fischerhafen
Im Hafen von Freest

Nach einer kurzen Passage durch ein Küstenwäldchen ist Fresst dann schon erreicht. Am Ortseingang ist die kleine Heimatstube einen Besuch wert, denn hier gibt es einiges zu erfahren über die sehr besonderen Freester Fischerteppiche, die auch von Fischerfrauen in Lubmin gefertigt wurden.

Wenig später taucht der kleine Hafen von Freest auf mit seinen Fischkuttern und den Netzehütten. Manchmal sind auch riesigen Fangnetze zum Trocknen auf den Wiesen ringsum aufgespannt. Fischliebhaber kommen direkt beim Fischer, in der nahen Räucherei oder in den Gaststätten ringsum auf ihre Kosten. Übrigens: Der Hafen von Freest ist auch Ausgangspunkt für Kutterfahrten hinaus auf den Bodden oder zur Insel Ruden … lohnenswert, vorzugsweise bei stiller See.

3. Abstecher zu Klosterruine und Zugbrücke

Am südlichsten Zipfel des Greifswalder Boddens, der so genannten Dänischen Wiek, liegen mit Eldena und Wieck zwei beachtenswerte Vororte von Greifswald. Es sind etwa 15 Kilometer mit Auto oder Rad von Lubmin.

Klosterruine Eldena
In der Klosterruine Eldena

Etwas hinter Bäumen versteckt, stehen an der Hauptstraße die Ruinen des 1199 gegründeten Klosters Eldena, auf das die spätere Gründung der heut stolzen Universitätsstadt Greifswald zurück geht. Weit über die Region hinaus bekannt sind die Klostermauern durch die Gemälde des berühmten Malers Caspar David Friedrich, der 1774 in Greifswald geboren wurde. Werke von Friedrich und ausführliche Informationen zur Klosterruine gibt es übrigens im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald.

Ein schattiger Fußweg, der gleich neben dem Klostergelände beginnt, führt hinüber zum Nachbarort Wieck, der ebenfalls eine Berühmtheit vorzuweisen hat: eine Holzklappbrücke, die 1887 nach holländischem Vorbild erbaut wurde. Sie führt über das Flüsschen Ryck, auf dem einst stolze Hanseschiffe Waren zum Greifswalder Hafen transportierten. Bis heute wird die Zugbrücke regelmäßig hochgefahren, nun vor allem um Segelbooten die Ausfahrt zur See zu ermöglichen.

Ein Spaziergang entlang der Kaimauer bis ganz nach vorn zur Spitze der Wiecker Mole ist unbedingt zu empfehlen, wo mit dem “Utkiek” ein bekanntes und beliebtes, wenn auch mittlerweile stark modernisiertes Ausflugslokal auf Gäste wartet. Aber auch verschiedene andere gastliche Häuser und eine Verkaufsstelle für frischen Fisch nahe der Brücke sind in Wieck zu finden.

Technisches Schmuckstück: Die Zugbrücke von Wieck
Technisches Schmuckstück: Die Zugbrücke von Wieck